
Der Protest gegen die völlig überzogenen Einschnitte bei der Photovoltaik-Förderung beginnt zu wirken: Etliche Abgeordnete und Ministerpräsidenten wollen die Pläne im Bundestag und Bundesrat stoppen. Am Freitag, 9.3., wird über die Solarkürzung das erste Mal im Parlament beraten. Kurz danach soll ein Solar-Gipfel zwischen Regierung und Ländern folgen. Wer sich für eine maßvolle Förderung der Solarenergie in Deutschland einsetzen will, kann einen entsprechenden Aufruf hier unterzeichnen: http://bit.ly/Solar-Kahlschlag_stoppen
"Regionalentwicklung ist der Motor für ländliche Räume. Hierbei kann jeder Einzelne mit einer bewussten Kaufentscheidung viel bewegen. Wer regional einkauft, unterstützt Arbeitsplätze vor Ort und hilft regionale Traditionen zu erhalten. So geben Sie ihrer Heimat eine Zukunft!"
(Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz).
Wir setzen uns dafür ein, dass Lippe ganz offiziell zur gentechnikfreien Zone erklärt wird. Dazu ist es wichtig, dass ganz viele Menschen das nicht nur denken, sondern sich dem anschließen. Ein Grund mehr, sich der Regionalbewegung Lippe anzuschließen. Melden Sie sich bei den Lippefreunden als förderndes Mitglied an!

Die Region fördern - Heimat stärken
Die Regionalbewegung Lippe heißt "Lippefreunde e.V.".
Lippefreunde kaufen lippische Produkte.
Sie nehmen lippische Dienstleistungen in Anspruch.
Sie bekommen ihren Strom von den regionalen Anbietern.
Sie sorgen für Wertschöpfung in der Region.
Sie sind stolz auf ihre Städte und Gemeinden.
Sie stärken in Lippe Landwirtschaft, Handwerk und Handel.
Sie fördern die Lebensqualität in unserer Region.
Sie achten ihre Schätze.
Sie gehen sorgsam um mit ihren Ressourcen.
Sie wertschätzen sich gegenseitig.
...
Die Lippefreunde sind Freunde und Förderer der lippischen Regionalbewegung. Wir arbeiten mit allen zusammen, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. Wir stärken die Region, in der wir leben. Machen Sie mit!
Regionalbewegungen entwickeln sich gegenwärtig in vielen Regionen Deutschlands und Europas. Es gibt in Deutschland auch eine Dachorganisation:
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Nähere Informationen
zum Bundesverband
der Regionalbewegung
finden Sie hier.
Dr. Frank-Walter Steinmeier und Dr. Dieter Attig sind Ehrenmitglieder der Regionalbewegung Lippe
Mit der Verleihung des 1. Lippischen Nachhaltigkeitspreises an Dr. Diter Attig hat die Regionalbewegung Lippe mit dem Lippischen Heimatbund und Lippequalität einen großen Schritt in die Öffentlichkeit gemacht.
Dabei ging es zum einen um eine konkrete Füllung des Begriffes Nachhaltigkeit, der in der politischen und ökologischen Diskussion zu Recht eine große Rolle spielt.
Zum anderen konnte die besonderen und beispielhaften Leistung des ehemaligen Leiters der Lemgoer Stadtwerke, Dr. Dieter Attig, auf dem Gebiet der kommunalen und regenerativen Energieversorgung geehrt werden. Seinem Streben nach kommunaler Eigenständigkeit und weitestgehender Selbstversorgung, der Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplungssysteme und des engagierten Einstiegs in die regenative Energie sind inzwischen viele Kommunen in Lippe, z.B. Detmold, Bad Salzuflen und Oerlinghausen, und in ganz Deutschland gefolgt. Er hat die Energiewende bereits in den 1980er-Jahren angesagt und umgesetzt, als er 1985 auf einer Ökologie-Tagung zum Thema "Energiewende" der Lippischen Landeskirche in Haus Stapelage referierte.
Hauptredner der Veranstaltung war der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, frühere Budnesaußenminister und gebürtiger Lipper Dr. Frank-Walter Steinmeier. Er unterstützte engagiert die Regionalbewegung in einer globalisierten Welt, gratulierte Lippequalität zum zehnjährigen Bestehen und fand herzliche Worte für den Preisträger.
Die fast 200 Gäste erlebten einen munteren und vielseitigen Nachmittag, mit Apfelkuchen - von vielen Lippequalität-Bäckern nach eigenen Rezepten gebacken - aus alten Apfelsorten, die der BUND Lemgo auf Streiobstwiesen erhält, mit frischer Milch aus der Lippequalität-Molkerei in Lemgo-Eben-Ezer, mit regionalen Säften der Firma Wernicke und Bad Meinberger Mineralwasser sowie den Blumenschmuck der Firma Brüschke aus Lage. Nur Kaffe und Tee waren nicht aus Lippe, sondern fair gehandelt aus dem Welt-Laden Lemgo.

14.02.2012
Immer öfter wird in den Medien auf den Wechsel zum billigsten Stromanbieter hingewiesen und informiert, wie man das macht. Es gibt aber auch ganz andere Gründe für die Wahl eines Energieversorgers. Hier ein paar Aspekte:
Wenn Sie oben nur einmal Nein geantwortet haben, dann haben Sie entweder kein regionales Energieunternehmen gewählt oder dieses ist noch dabei, ein gutes regionales Energieunternehmen zu werden.
Wie viele wissen, wetteifern die lippischen Kommunen um Ökostrom, Leitungsnetze und Investitionen in regenerative Energieerzeugung. Dabei sollten wir sie nach Kräften unterstützen. Dafür steht die Regionalbewegung Lippe. Und das sollten wir uns was kosten lassen. Denn unser Leben und unsere Region und eine gute Zukunft für nächste Generationen sind uns wertvoll.
06.02.2012
Lippequalität und Lippischer Heimatbund loben Preis aus
In unserer Region bewegtz sich was: Ein Bündnis für mehr Nachhaltigkeit sind der Lippische Heimatbund und Lippequalität eingegangen. Als erste Aktion lobt das neue Bündnis den "Lippischen Nachhaltigkeitspreis" aus. Beide Vereine haben trotz ihrer sehr unterschiedlichen Entstehung und Geschichte viele ähnliche Ziele: Sie tragen dazu bei, die Region Lippe in ihrer Identität zu bewahren, ihre Geschichte und ihre Besonderheiten zu schützen, die Natur und die bäuerliche Kulturlandschaft in der Region zu erhalten, die Umwelt und natürlichen Ressourcen zu schonen und den Menschen, Tieren und Pflanzen einen guten Lebensraum zu erhalten. Das alles ist mit dem immer häufiger verwendeten Begriff der Nachhaltigkeit zusammengefasst und soll mit diesem Bündnis mehr mit Leben erfüllt und ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.
Nachhaltigkeit und Regionalität gehören zusammen. Deswegen ist die Regionalbewegung offen für Energie, Handwerk und Wirtschaft in der Region, Schulen und Bildung und soziale Bewegungen. Diese grundlegenden Ziele verfolgen die Regionalvermarktungsinitiative Lippequalität, der Lippischen Heimatbund und die Regionalbewegung Lippe auch mit dem "Lippischen Nachhaltigkeitspreis", der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wird.
Regionalität und Nachhaltigkeit haben in Lippe eine gute Tradition. Nachhaltigkeit in allen Bereichen, gute Nachbarschaft, kurze Wege, soziale Integration - das sind nur einige der wesentlichen Aspekte einer regionalen Allianz. Mit dem "Lippischen Nachhaltigkeitspreis" sollen jährlich Personen, Initiativen, Vereine, Firmen und Institutionen ausgezeichnet werden, die sich in Lippe im globalen Kontext in beispielhafter Weise für den Erhalt und den Schutz von Natur und Umwelt, von Kultur und Ressourcen eingesetzt haben: sozialverträglich, generationenverträglich, klimaverträglich, umweltverträglich. Die Jury für diesen Preis besteht aus den Vorständen der Vereine Lippischer Heimatbund und Lippequalität. Am 21. Februar wird zum ersten Mal der "Lippische Nachhaltigkeitspreis" im Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold übergeben. Hauptredner wird der ehemalige Bundesaußenminister und heutige Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, der gebürtige Lipper Walter Steinmeier, sein. Der erste Preisträger ist Dr. Ing. Dieter Attig aus Lemgo.
01.02.2012
Die Bundesministerin Ilse Aigner beabsichtigt die Einführung eines "Regionalfensters" als Siegel für regionale Produkte. Was schön klinkt, hat aber etliche Haken, die der Bundesverband der Regionalbewegung in einer kritischen Stellungnahme dargestellt hat:
"Da das vorgesehene Zertifizierungssystem ein drei-stufiges Kontrollsystem - möglicherweise mit analytischen Kontrollen - vorsieht, ist zu erwarten, dass hier erneut kleine und mittelständische Unternehmen zur Kasse gebeten werden und einen weiteren bürokratischen Aufwand zu bewältigen haben.
Weiterhin wird die bewusste Vermeidung der Einbeziehung der Vorstufen der Landwirtschaft in das "Regionalfenster", z.B. Futtermittel aus der Region, dem hohen Anspruch der glaubwürdig arbeitenden Regionalvermarktungsinitiativen nicht gerecht. Gerade diese zeigen in ihrer praxisorientierten Arbeit und mit ihrer langjährigen Erfahrung, dass damit Regionalentwicklungsprozesse eingeleitet werden können, die wiederum eine hohe Wertschöpfung in den Regionen generieren sowie eine nachhaltige Entwicklung im Sinne zur Erhaltung der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen nach sich ziehen. Regionalität geht weit über die regionale Herkunft der Rohstoffe hinaus. Dies zeigt die vom BMELV in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage, laut der 70 Prozent der Verbraucher Wert darauf legen, dass bei Fleischprodukten auch die Futtermittel aus der Region stammen.
Zwar wurden bei der Bearbeitung der Studie zur Regionalkennzeichnung, die die Basis zum Konzept des "Regionalfensters" bildet, viele Akteure wie Verbraucherzentralen, Handel, Länder, Ökoverbände und der BRB teilweise angehört, jedoch wurden wichtige Marktteilnehmer wie das lebensmittelverarbeitende Handwerk, z.B. Metzger und Bäcker sowie Akteure aus Natur- und Umweltschutzverbänden, z.B. Landschaftspflegeverbände, die langjährige Erfahrungen im Bereich glaubwürdiger Regionalvermarktung haben, nicht berücksichtigt. Die Regionalbewegung sieht erheblichen Klärungsbedarf für eine glaubwürdige Definition von Regionalität. Das Vorhaben zur Einführung eines "Regionalfensters" erfüllt diese Anforderung nicht."
Die Regionalbewegung Lippe wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Deutlich besser dran sind jedenfalls alle in Lippe mit dem regionalen Gütesiegel "Lippequalität", denn da sind die regionalen und qualitativen Kriterien offen und nachprüfbar. Mehr dazu siehe Lippequalität und die Richtlinien für die einzelnen Produktgruppen.
18.01.2012
Auf der Grünen Woche wird am 27. Januar 2012 von der Bundesministerin Ilse Aigner die Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs "Tag der Regionen" vorgenommen. Die Regionale Allianz Lippe (Lippefreunde e.V.) gehört dem Bundesverband der Regionalbewegung an. Mehr zum Thema "Tag der Regionen" hier.
22.12.2011
Dieser Brief erreichte uns soeben:
<big>Die Nazis missbrauchen unseren "schönen friedlichen heiligen Abend" für einen schändlichen Aufmarsch in Bielefeld.</big>
Das Christkind wäre wohl kaum zu stillen, wüsste es von deren Treiben, drum wäre es sicher ganz in seinem Sinne wenn wir dagegen mal für eine kurze Zeit unsere gemütlichen Ställe verlassen.
Am Samstag ab fünfvorzwölf am Hauptbahnhof beginnt die Gegendemonstration, gegen Intoleranz und Fremdenfeindichkeit, für Humanismus und die "Eine Welt".
Klar denkt man spontan: An Heiligabend demonstrieren? Aber, ist es nicht grad an diesem Tag wichtig einen Stern des Widerstands und der Hoffnung aufgehen zu lassen?
Der Dekan der Uni Bielefeld, der Vorstand von Bethel, Gregor Zöllig vom Bielefelder Tanztheater u.v.a. rufen auf zu kommen!
Ab Detmold fährt um 11 Uhr der Zug nach Bielefeld, Ankunft 11.45 Uhr. Kosten 7,60 € wenn sich immer Fünfe zusammentun. (Rechtzeitig am Bahnhof sein)
Weihnachtliche Grüße vom Ulf
und wir schließen uns gerne an.
27.09.2011
So beschreibt der Bundesverband der Regionalbewegung die Ziele, und so sehen es auch die "Lippefreunde" als Regionalbewegung in Lippe:
"Der Ansatz der Regionalität wird im Wesentlichen getragen von einer flächendeckenden Nahversorgung, die geprägt ist von klein- und mittelständischen Strukturen. Sie ermöglicht eine persönliche Beziehung zwischen Konsumenten und Produzenten, zwischen Handwerk und Kunden, zwischen Dienstleister und Servicenehmer. Regionalität ermöglicht transparente und überschaubare Strukturen, die vertrauenswürdige Beziehungen zwischen Verbrauchern und Wirtschaft ermöglichen.
Darüber hinaus schaffen regionale Strukturen vielfältige und stabile Einkommensmöglichkeiten, die in vielfältiger Weise der eigenen Region zu Gute kommen. Wichtig ist, dass regionale Konzepte nicht allein von wirtschaftlichen Interessen getragen werden, sondern auch gesellschaftliche und soziale Bedürfnisse aufgreifen. Der Bundesverband der Regionalbewegung setzt sich daher für ein umfassendes Konzept der Regionalität ein, das neben der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs auch die „Nahversorgung“ mit Bildung, Informationen, Einkommen und Mitbestimmung berücksichtigt. Regionalität ermöglicht eine lebenswerte Umwelt im ländlichen Raum und eine gewinnbringende Kooperation zwischen Dörfern und Städten. Gleichzeitig beinhaltet der Ansatz der Regionalität vielerlei Aspekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zum Schutz der Umwelt - Klimaschutz durch kurze Wege.
Regionen definieren sich nicht nur aufgrund politischer Verwaltungseinheiten. Sie sind vielmehr ein hoch komplexes Konstrukt aus unterschiedlichsten Verknüpfungen. Eine Region lebt von den Menschen, ihrer Identität mit ihrem Lebensraum sowie den Netzwerken und Verbindungen der Bewohner."
14.07.2011
Neben "Bio" und "fair" ist das Thema "regional" eines der Hauptmotive für ethisch motiviertes Einkaufsverhalten in Deutschland. Während der Bio-Bereich durch staatliche Richtlinien sowie durch Verbände, Hersteller und Großhändler gut strukturiert ist, fehlen übergeordnete Strukturen im Regionalbereich weitgehend.
Die Initiativen vor Ort oder auch einzelne Erzeuger sind auf sich selbst gestellt, wenn es um die Vermarktung geht. Eine Studie in Hamburg, die Anfang 2011 erschienen ist, nennt Voraussetzungen und Möglichkeiten, um die Vermarktung von Regionalprodukten zu verbessern. Im Rahmen des Bundesverbandes der Regionalbewegung in Deutschland wollen Regionalinitiativen gemeinschaftlich solche Strukturen aufbauen. Auch die Regionalbewegung Lippe arbeitet hier mit.
27.05.2011
Immer mehr Lebensmittelexperten, Volkswirtschaftler und Ökologen fordern eine Verstärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe bei Lebensmitteln. Denn die Produktion im kleinen Raum ist überschaubar, bietet den kriminellen Elementen in dieser Branche kaum Chancen und ist zudem wegen der kurzen Wege ökologisch sinnvoll.
Für den Kunden bedeutet die regionale Lebensmittelproduktion und deren regionale Vermarktung Produktsicherheit, Transparenz der Produktionswege, oft sind sogar Produzenten und Händler persönlich bekannt. Und die Frische der Produkte ist möglich. Während Lebensmittel aus fernen Ländern alles dies grundsätzlich nicht bieten können. Zudem kommen Unsicherheiten über die Produktionsweise und die Handelssysteme.
Um verlässlich regionale Produkte zu bekommen, braucht der Kunde allerdings auch verlässliche Informationen. Ein gesichertes regionales Gütesiegel kann da helfen. Denn längst hat der Handel erkannt, dass Kunden Regionalprodukte bevorzugen. Da sind die Handelsketten sehr erfinderisch mit Scheinregionalität, ob das nun "Aus Ihrer Region" heißt oder mit dem Zusatz "Heimat" versehen wird. Wir in Lippe haben mit "Lippequalität" eine verlässliche Regionalmarke, die einer ständigen Prüfung unterliegt und regionale sowie qualitative Sicherheit gibt.
18.05.2011
Wer die Region liebt und die kurzen Wege, der lebt bewusster in den Jahreszeiten. Jetzt ist Frühling, jetzt ist in Lippe der Spargel da und auch die Erdbeeren.
Achten Sie beim Einkauf darauf, dass Sie wirklich das Obst aus Lippe bekommen. Das hat nämlich die kürzesten Wege hinter sich. Die meisten anderen Obstsorten mussten endlos lange reisen. Viele weiter, als Sie selber in Urlaub fahren. Wer sein Obst und sein Gemüse zur Unzeit kauft, unterstützt die globale Energieverschwendung, sorgt für die Erhöhung des Verkehrs und hilft mit, die Umwelt zusätzlich zu belasten.
Darum: global denken - regional einkaufen!
24.01.2011
Wir setzen uns für regionale Produkte und Regionalvermarktung, für Vernetzung der Betriebe in Lippe, für eine Wertschöpfung in der Region und für den Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze ein. Das machen wir mit Aktionen, Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit und planen kooperative Projekte.
Es ist schon lange an der Zeit, sich wieder auf die Region zu besinnen. Nicht nur, dass die Globalisierung unserer Welt uns in Politik und Wirtschaft von den eigenen Wurzeln entfremden kann. Auch unsere Einkaufsgewohnheiten haben sich oft von der Region weit entfernt und globalisiert. Wir kaufen, was uns Gutes verspricht und billig ist - egal woher. Viele kaufen auch stets alles, weil es im Angebot ist. Sie wissen gar nicht mehr, was zu welcher Jahreszeit bei uns wächst und reift. Erdbeeren sind eben nicht im Februar reif und frischen Spargel gibt es bei uns nicht im Herbst.
So entstehen gewaltige Transportströme rund um den Globus. Dabei wird viel Energie verschwendet, die Straßen werden mit Lkws verstopft die Meere werden verdreckt und die Luft wird verpestet. - Und das alles nur, weil wir uns nicht genügend Gedanken machen. Woher die Produkte kommen.
Wir erleben, dass Betriebe und Geschäfte in unserer Region aufgeben und beklagen, dass unsere Region ausblutet. Aber wir selber kaufen auch nicht bei ihnen oder wählen im Lebensmittelhandel oft nicht die Ware aus regionaler Herkunft.
Und bei den Lebensmitteln haben wir uns an "billig" gewöhnt. Das ist bei Lebensmitteln, die ihren Namen wert sind, kein gutes Qualitätsmerkmal, sondern ein Makel. Billig ist eben billig. Dabei sollen Lebensmittel ihren Preis wert sein.
Selbst in der kommunalen Politik treffen wir auf solche widersprechenden Einstellungen. Jede Gemeinde möchte gerne Steuereinnahmen haben. Aber wenn es um kommunale Ausgaben geht, dann werden keineswegs die Betriebe am Ort und in der Region bevorzugt, die die Steuern zahlen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze bereitstellen. Auch da zählt meist der Preis. Sogar für die Kindergarten- und Schulverpflegung ist das Billigste gerade gut genug. Hier könnte die Kommunalpolitik mit gutem Beispiel vorangehen. Denn: Wer am Ort kauft, fördert auch die Wirtschaft am Ort, erhöht auch die kommunalen Einnahmen, sichert auch die Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Aber das stimmt auch: Wer im Ort kauft, kauft noch lange keine Ware aus Lippe. Da muss sich der Kunde über die Herkunft eines Produkts informieren . In der Region Lippe gibt es beispielsweise das Regionalsiegel "Lippequalität". Das ist ein Zusammenschluss von Betrieben in Lippe. Deren Produkte sind gesichert aus der Region und unterliegen weiteren Qualitätskriterien, die in Produktrichtlinien festgehalten sind und transparent gemacht werden. Und in dieser Produktions- und Vermarktungsgemeinschaft arbeiten alle zusammen: Der lippische Bauer liefert seine Getreide an die Mühle, die die Lippequalität-Bäcker mit Mehl beliefert. Oder der lippische Ferkelproduzent liefert dem Schweinemäster zu, der über den Schlachter den Lippequalität-Fleischer bedient. Hier erhalten die Kunden wirklich regionale Qualität.
Und noch etwas: Das Geld bleibt in der Region. Menschen können hier davon leben. Das arbeitet hier. Es entstehen regionale Wirtschaftskreisläufe. Denn wer hier in Lippe einen Betrieb hat, der beauftragt auch lippische Handwerker. Die bringen hier auch ihr Auto zur Werkstatt und sie gehen hier in die Gastwirtschaft oder ins Theater.
Regionale Wirtschaftskreisläufe bringen einer Region Gewinn, erhöhen den Lebensstandard, lassen Landschaften blühen und schonen die Umwelt.
Konto: Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold (BLZ 472 601 21), Konto-Nr. 820 299 0600.
Für Beträge ab 100 Euro stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus.
22.02.2012
Seit der Verlehung des 1. Lippischen Nachhaltigkeitspreises hat unsere Regionalbewegung zwei Ehrenmitglieder. Es sind dies der Empfänger des Preises: Dr. Dieter Attig, Lemgo, sowie der Hauptredner des Tages, Frank Walter Steinmeier (SPD), der sich eindrücklich für die Regionalbewegung und die Regionalveramrktung durch Lippequalität ausgesprochen hat. Beiden wurde eine Ehrenurkunde übergeben.

Die Schirmherrschaft für den nordrhein-westfälischen Tag der Regionen (TdR) hat in guter Tradition der Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, übernommen. Damit unterstützt er sichtbar die Regionalbewegungen in unserem Land.